Special Olympics Fussball-Turnier in San Marino vom 4. / 5. September 2011
Mit großer Vorfreude machten wir uns auf die lange Reise nach San Marino. In Rimini wurden wir von den Organisatoren abgeholt und ins schöne Hotel San Giuseppe chauffiert. Der Empfang war unglaublich herzlich und wir fühlten uns sofort sehr wohl. Die Zimmer wurden bezogen, es gab ein feines Abendessen und danach war eine Sitzung angesagt. Dort stellte sich heraus, dass der slowakischen Mannschaft, krankheitshalber Spieler ausgefallen sind. Da wir eine Große Delegation waren, boten wir natürlich sofort Hilfe an und erklärten uns bereit, drei von unseren Spielern auszuleihen. Das Angebot wurde dankbar angenommen. Tatsächlich stellten sich Ephraim, Sascha und Roger sofort zur Verfügung.
Am nächsten Morgen ging es dann mit Bus und Fahrer zum wunderschönen Stadion am Fuß des Stadtberges. Unsere drei Fremdgänger wurden vom Trainer des
Slowakischen Teams in Empfang genommen und eingekleidet. Und ich muss sagen, im zart-hellblauen Tenue sahen die Burschen nicht schlecht aus.
Wir stellten uns für das erste Spiel gegen Samba Rimini in stärkster Formation auf. Da wir bei anderen Turnieren das erste Spiel häufig verschlafen haben, versuchte ich das Team ordentlich heiß zu machen. Die Taktik wurde gut umgesetzt. Jeder war hellwach und spielte gut. Wir gewannen verdient 3:0.
Das nächste Spiel war eine Stunde später angesetzt. Der Gegner hieß diesmal ASD Pepo Team. Lange hatten wir Mühe gegen dieses spielerisch starke Team. Mit Glück und dank exzellenten Paraden von Gabriel gerieten wir nicht in Rückstand. Auch Matthias spielte hervorragend in der Abwehr, die von Captain Fintan bestens organisiert war. Dann konnte sich endlich auch der Sturm in Szene setzen. Marc und Nuno zeigten ihre Klasse und machten mit ihren Toren alles klar. Spidi war in Topform und auch die Ersatzspieler Numa, Mauro, Lucas und die einzige Frau des Turniers, Carmela, verhalfen uns zu einem 4:0 Sieg.
Euphorisch gingen wir in die verdiente Mittagspause.
Am Nachmittag feuerten wir die slowakischen Brunauer an, die ihre Sache sehr gut machten. Wie wir, gewannen sie die ersten zwei Spiele. Das letzte Spiel des Tages war erst auf 17.00 Uhr angesetzt. Der Gegner: ASD Fuori Gioco. Diese Mannschaft kamen hoch konzentriert in das Spiel und überraschten uns mit schnellem, präzisem Passspiel und einer Laufbereitschaft, die uns unsere konditionellen Mängel gnadenlos bewusst machten. Wir hatten keine Chance. In der Not wechselte Gabriel in den Sturm und Lucas ging ins Tor. Es nützte alles nichts. Die Nerven lagen blank und die Spielübersicht kam uns total abhanden. Wir gaben alles, aber verloren ganz klar 7:3. Letztlich stellte sich heraus, dass uns ein Tor fehlte um ins Finale einzuziehen. Etwas geknickt gingen wir zurück ins Hotel. Aber schon beim Abendessen waren wir wieder in bester Laune und bei der anschließenden Party die Stimmungskanonen.
Am Sonntag ging es dann um Platz drei. Und wer war unser Gegner? Ausgerechnet die Slowakei! Wir mussten also gegen drei Brunauer antreten. Das Spiel war sehr ausgeglichen. Sascha hielt Bälle gegen uns, die er sonst nicht hält, Roger war sehr Torgefährlich und Ephraim machte uns die Sache auch nicht leicht. Das Spiel ging 3:2 verloren. Bei uns war irgendwie die Luft raus. Wir konnten nicht mehr an die Leistung der ersten zwei Spiele anknüpfen. Das Zusammenspiel war ungenügend. Aber schlussendlich waren es sehr gute Gegner und alle Spiele waren auf ziemlich hohem Niveau.
Dann folgte die Siegerehrung. Gewonnen hat die Mannschaft aus Sardinien, vor ASD Fuori Gioco und der Slowakei. Und zu unserer Überraschung
gewannen wir den schönen Fairplay Pokal. Groß war die Freude. Zufrieden machten wir uns auf den Weg ins schöne Städtchen San Marino, um die Gegend auch noch abseits des Fußballplatzes kennenzulernen.
Am nächsten Tag wurden wir von Gianni, der uns ein hervorragender, liebeswerter Gastgeber war, nach Rimini chauffiert. Für uns war es eine Ehre, dass wir für Special
Olympics Schweiz an diesem fabelhaften Turnier teilnehmen durften. Es bleibt uns für immer in Erinnerung. Wir haben neue Freunde gewonnen und wer weiß,
vielleicht spielen wir mal an einem Turnier in Sardinien oder sehen uns nächstes Jahr in San Marino wieder.
Unser Dank geht an Gianni, Micaela und alle Helfer von S.O. San Marino und auch an Cäcilia, die uns das ganze tolle Erlebnis ermöglicht hat. Grazie Mille!

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